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Warum Chinas Krypto-Gigant trotz Milliarden-Gewinn mit Problemen kämpft
Warum Chinas Krypto-Gigant trotz Milliarden-Gewinn mit Problemen kämpft
Der weltgrößte Kryptocoin-Schürfer will an die Börse und legt starke Zahlen vor. Doch nicht alles ist so gut wie auf dem Papier. Ein großes Problem: Bitmains Gründer.
Brutkästen für Bitcoins: eine Miningfarm in Kanada, die Bitmain noch nicht gehört
Es ist eher ungewöhnlich, dass ein Krypto-Unternehmen den traditionellen Weg eines Börsengangs wählt. Doch genau das hat Bitmain, eine der größten Krypto-Firmen weltweit, nun vor. Der Konzern ist in Deutschland eher unbekannt, dafür aber der weltweit größte Miner von Bitcoins. Aktuell entfällt

Bitcoin In Euro Tauschen , mit denen anderen Unternehmen nach Krypto-Coins schürfen können. Mit diesen Geräten dominieren die Chinesen den Markt.
, im kommenden September an die Börse zu gehen – und zwar nicht in seiner Heimat China, sondern in Hongkong. Zwar ist das Minen von Kryptowährungen in China legal, allerdings hat das Politbüro im vergangenen Jahr einen kryptofeindlichen Kurs eingeschlagen. Mit einer Listung an der Hong Kong Stock Exchange flüchtet der Mining-Gigant also in die nicht ganz so streng kontrollierte Sonderverwaltungszone.
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Auf den ersten Blick ist es ein günstiger Zeitpunkt. Bitmain konnte zuletzt starke Zahlen präsentieren. 2017 machte der Konzern eigenen Angaben zufolge
2,5 Milliarden US-Dollar Umsatz bei 1,1 Milliarden Dollar Gewinn
Demnach wäre Bitmain ungewöhnlich profitabel – bei einem gleichzeitig sehr hohen Wachstum: Allein im ersten Quartal 2018 stieg der Umsatz auf rund zwei Milliarden Dollar. Für das gesamte Jahr prognostiziert Bitmain einen Gewinn von ebenfalls zwei Milliarden Dollar. Deswegen erhofft sich das Krypto-Unternehmen Einnahmen von 14 bis 18 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von 50 Milliarden – und könnte damit einen der bislang größten Tech-IPOs hinlegen.
Doch warum will Bitmain überhaupt an die Börse? Das Unternehmen wächst und könnte weiteres Wachstum mit seinen Gewinnen auch selber finanzieren. Erst im Juni hat es zudem 400 Millionen Dollar von Sequoia Capital China eingesammelt. Wenn Bitmain beim Bitcoin-Mining noch weiter expandiert und seinen Marktanteil über 50 Prozent steigert, könnte es mit seiner Hashpower sogar die Bitcoin-Blockchain umschreiben – und damit den Kollaps der Kryptowährung bewirken. Allzu stark weiter wachsen sollte Bitmain in diesem Feld also nicht, will es sein eigenes Geschäft nicht zerstören.
Doch tatsächlich geht es Bitmain wohl weitaus weniger gut, als man der Börse glauben machen will. Dafür gibt es drei Gründe: veraltete Technik, Cash-Coins und die Krypto-Ideologie der Gründer.
Da ist zum einen das Problem mit den Unternehmensdaten. Denn so gut diese auch sind, so schlecht steht es um ihre Aktualität. Die letzten bekannten Zahlen stammen aus dem ersten Quartal 2018. Über das zweite Quartal hüllt man sich am Unternehmenssitz in Peking in Schweigen. Der
hört auf den Namen S9 und ist ein Miner, den Bitmain 2016 entwickelt hat. Der Miner ist mittlerweile technisch überholt. Dennoch hat Bitmain noch große Bestände nicht verkauft. Zudem ist das private Bitcoin-Mining, für das der S9 häufig eingesetzt wird, mittlerweile unrentabel. Bitmain muss den Miner deswegen unter Herstellungspreis verkaufen. Auch andere, technisch weiter entwickelte Mining-Chips haben zuletzt nicht die erhofften Gewinne eingespielt.
hat Bitmain geschürfte Bitcoins in der Vergangenheit in die konkurrierende Kryptowährung Bitcoin Cash getauscht. Auch Cash-Coins, die Bitmain selbst gemint hat, hat das Unternehmen
. Das rächt sich nun. Denn der Kurs des Bitcoin Cash ist seit Jahresbeginn kräftig abgestürzt – um über 85 Prozent. Kostete ein Cash im Dezember noch über 4.000 Dollar, liegt er derzeit bei rund 500. In Bitmains Bilanz sind Cash-Coins aber noch mit dem Anschaffungspreis verbucht. Dabei machte Bitmain in den vergangenen drei Monaten durch den Kursrückgang des Cash gegenüber dem Bitcoin
. Würde Bitmain nun anfangen, seine Cash-Bestände in Euro oder Dollar zu tauschen, dürfte der Kurs weiter abstürzen. Denn Bitmain hält – je nach Rechnung – bereits
In dieser chinesischen Bitcoin-Mine entsteht die Krypto-Währung
Doch warum hält Bitmain an der Cash-Währung fest? Grund dafür ist einer der beiden Gründer. Denn auch wenn Bitmain sein Geschäft mit dem Mining von Bitcoin betreibt, steht CEO Jihan Wu eigentlich hinter der Konkurrenzwährung. Seit 2017 gilt er als einer der prominentesten Bitcoin-Cash-Vertreter und will, dass der seiner Meinung nach technisch besser geeignete Coin den traditionellen Bitcoin ersetzt. Um den Preis zu stützen, dürfte Wu Bitmain also dazu veranlasst haben, den ökonomisch schädlichen Kurs des Bitcoin-Cash-Hortens einzuschlagen. Doch diese Entscheidung war teuer – und schädlich für den Börsenkandidaten Bitmain.

Das dürfte auch der Grund sein, warum Bitmain nun an die Börse strebt. Auch wenn das Unternehmen profitabel ist und Gewinne abwirft: Dem Gründer, geht das Geld für seinen ideologischen Kampf gegen den Bitcoin aus. Derzeit halten die beiden Bitmain-Gründer Jihan Wu und Micree Zhan rund 60 Prozent an ihrem Unternehmen Bitcoin In Euro Tauschen , geht das Geld für seinen ideologischen Kampf gegen den Bitcoin aus. Derzeit halten die beiden Bitmain-Gründer Jihan Wu und Micree Zhan rund 60 Prozent an ihrem Unternehmen, wobei Zhan etwas mehr als Wu besitzen soll. Ihre Anteile wären bei einem IPO zusammen also bis zu 11 Milliarden wert.

Mehr über den Machtkampf zwischen Bitcoin- und Bitcoin-Cash-Unterstützern lest ihr hier:
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In der Kryptoszene ist vor allem Jihan Wu mit seinem Einsatz für Bitcoin Cash umstritten – zumal der Bitmain-CEO auch gern mal selbst
. Im Vorfeld des bald anstehenden IPOs gab es zudem einige Ungereimtheiten. So warb Bitmain Aktienkäufer im Pre-Sale mit der Info, dass der japanische Technologiekonzern Softbank, der chinesische IT-Konzern Tencent und die Investmentfirma DST bereits in das Miner-Unternehmen investiert hätten. Doch
: „Weder Softbank noch Vision Fund haben an Investments in irgendeiner Form teilgenommen.“ Auch Tencent
ist auch die Investment-Aussage über DST mindestens missverständlich.
Zu all den kurzfristigen Problemen, die Bitmain plagen, kommt auch noch ein langfristiges. Das Schürfen von Kryptowährungen kostet viel Energie und macht sie anfällig gegenüber sogenannten 51-Prozent-Attacken, die
. Deswegen entwickeln viele Kryptowährungen alternative Technologien, die ohne Miner auskommen. So will Ethereum, die zweitgrößte Digitalwährung, Anfang nächsten Jahres zumindest teilweise auf ein anderes Konzept umsteigen. Und auch das Minen von Bitcoins ist mittlerweile aufwendig und bei fallenden Preisen irgendwann unrentabel. Selbst die älteste Kryptowährung, die seit Jahren auf Miner setzt, bastelt mit ihrer Lightning-Technologie daran, die Einkünfte der Schürfer zu senken. Fraglich, wie lange Bitmain angesichts der technischen Entwicklung noch Gewinne einfahren kann.
Vor diesem Hintergrund ist das Mining-Geschäft des Börsenkandidaten ein Auslaufmodell.
Michel Penkeist Redakteur bei Gründerszene und besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Er arbeitete beim „Berliner Tagesspiegel“, dem „ZDF“ und „Turi2“. Zudem schreibt er frei u.a. für das „Reportagen“-Magazin, den „Journalist" und arbeitet als freier Programmierer. Michel Penke studierte Politik, Philosophie und Journalismus in Heidelberg, Jerusalem und München.
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